Heidi R.
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Unser Wagen wurde im vorigen Jahr per Abschleppdienst in diese Werkstatt verbracht. Dort stand er erst einmal fast 4 Wochen, bis man Zeit fand, danach zu sehen. Persönlicher Kotakt erfolgte nie.
Es wurde dann via Whatsapp mitgeteilt, man könne den Wagen nach Reparatur und Bezahlung von 600 Euro abholen. Es seien noch ein paar "Kleinigkeiten" aber er sei fahrbereit.
Auf genaue Nachfrage und bitte um detaillierte Mängelliste wurden dann zunächst "Kleinigkeiten" von "3000 Euro" festgestellt, die noch dazu kämen.
Auf den Hinweis meines Mannes, der Wagen sei doch angeblich fahrbereit und wie das nun sein könne, milderte man ab, man könne den Wagen ein Stück fahren aber keine weiteren Strecken. So einen Wagen kann man doch nicht in einem solchen Zustand als fahrbereit übergeben.
Wir baten dann um Durchsicht, weil wir keinesfalls gewillt waren, die 600 Euro ohne weitere Einschätzung etc. zu zahlen. Der Wagen sollte repariert werden und nicht nur fahrbereit für wenige Meter sein.
Uns wurden Ersatzteile auf Kulanz in Aussicht gestellt, alles fernmündlich, nichts schriftlich. Dann kamen fast täglich Whatsappnachrichten, was noch alles zu reparieren sei. Dies und jenes, noch 900 Euro und und und. Eine Beratung, ob sich das rentiert, was die Reparatur in Summe kosten solle, da kam nichts.
Ich rief dann persönlich an und bat um eine Einschätzung, schliesslich war der Wagen 13 Jahre alt und da hätten keine 4500 Euro gereicht.
Herr Gissler wollte den Wagen dann für 500 Euro abkaufen, mit 50.000 km Fahrleistung, weil das sei ja unrentabel.
Ansonsten seien 1000 Euro Reparaturkosten angefallen und der Wagen sei nur rollbar. Toll, das muss man doch vorher klären. Vor allem die Kundschaft mal beraten und zwar persönlich und nicht mit Whatsappnachrichten bombadieren, mit denen ein Laie nichts anfangen kann.
Meinem Mann war das suspekt und wir baten dann am Abend darum, den Wagen am nächsten Tag herauszugeben. Hätten zähneknirschend die 1000 Euro fast gezahlt. Das hat der Firma Gissler jedoch nicht gefallen. Sie haben uns dann sämtliche Teile, die sie zunächst verbauen wollten, ins Auto gelegt. Die könne man nicht zurückgeben und dann eine saftige Rechnung, die höher als 2000 Euro war. Da wurde unserer Meinung nach künstlich Druck erzeugt.
Ich habe dann unverzüglich angerufen, weil ich ja mit Herrn Gissler etwas ganz Anderes vereinbart hatte und bat um Rückruf.
Da kam nichts. Keine Gesprächsbereitschaft.
Wir hatten keine Teile bestellt, nichts unterschrieben, kein Reparaturauftrag und nie einen persönlichen Kontakt.
Da wollte jemand unserer Meinung nach das Auto......... und zwar für 500 Euro.
Der Gang zum Rechtsanwalt erfolgte, der Mann schüttelte den Kopf. Fernabsatzvertrag, unmögliche Vorgehensweise. Anwalt hatte Urlaub, wir schrieben das Vorgegebene und baten um Herausgabe des Wagens.
Keine Reaktion. Der Wagen wurde eingeparkt von allen Seiten und die Herausgabe verweigert. Nach dem Urlaub schrieb der Anwalt und drohte weitere Schritte an, da wurde der Wagen dann ganz schnell und anstandslos herausgegeben. Ohne eine Gegendarstellung etc. und ohne Zahlung irgendwelcher Beträge. Auf einmal gings!?!
Mittlerweile fährt der Wagen für 1500 Euro Reparatur bereits seit über einem Jahr wieder munter in der Gegend herum. So etwas haben wir in unserem ganzen Leben bisher nicht erlebt. Wir sind 57 und 63 Jahre alt und waren bereits Kunde in diversen Werkstätten und Autohäusern.
Das kann man nicht mit der Kundschaft machen!!!